„Frau Sommer wollte endlich richtig differenzieren... – Warum hat die Klasse 5b keine Lust mehr auf Deutschunterricht – obwohl Frau Sommer sich so viel Mühe gibt?“
Mit dieser Frage startete am 19.03.2026 das Basismodul Fördern, Fordern und Differenzieren im Rahmen der Pädagogikveranstaltungen des Studienseminars Nordhorn. Das sogenannte „Mystery“ bildete den motivierenden Einstieg in die Veranstaltung und führte die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst des ersten Ausbildungshalbjahres direkt in einen ersten Austausch über eigene Erfahrungen, Vorwissen und Herausforderungen im Umgang mit heterogenen Lerngruppen.
Als grundlegendes Basismodul legte die Veranstaltung das Fundament für die weitere Vertiefung in den Fachseminaren. Ziel war es, Differenzierung als zentrales Unterrichtsprinzip zu verstehen, das individuelle Lernvoraussetzungen berücksichtigt und sowohl Förderung als auch Forderung ermöglicht. Dabei wurde deutlich: Differenzierung ist keine Einzelmaßnahme, sondern ein systematisches Zusammenspiel verschiedener didaktischer, methodischer und organisatorischer Entscheidungen.
Im Anschluss an den Einstieg arbeiteten die Teilnehmenden in einer umfangreichen Stationsphase mit wechselnden Sozialformen an unterschiedlichen Aspekten der Differenzierung. Die methodische Gestaltung spiegelte bewusst die Vielfalt differenzierender Möglichkeiten wider – ganz im Sinne des Doppeldeckerprinzips: Die Teilnehmenden erlebten Differenzierung nicht nur inhaltlich, sondern auch methodisch. Stationen zu Aufgabenformaten, Anforderungsbereichen, Heterogenitätsdimensionen, innerer und äußerer Differenzierung sowie zu konkreten Unterrichtsbeispielen ermöglichten individuelle Zugänge und vertiefte Auseinandersetzungen. Ergebnisse wurden fortlaufend in Leporellos gesichert.
Im weiteren Verlauf überarbeiteten die Gruppen das eingangs bearbeitete Mystery unter Einbezug der gewonnenen Erkenntnisse. Die anschließende Präsentationsphase bot Raum für Ergänzungen, Diskussionen und ein gemeinsames Resümee.
Auch die Rückmeldungen der Teilnehmenden spiegelten den Charakter der Veranstaltung wider: Besonders positiv hervorgehoben wurden die hohe Praxisrelevanz der Inhalte, die transparente Zielsetzung sowie die offene und wertschätzende Arbeitsatmosphäre, die einen intensiven Austausch ermöglichte. Auch die Vielfalt der methodischen Herangehensweisen sowie der sichtbare Vorbereitungsaufwand der beteiligten Kolleginnen wurden ausdrücklich gewürdigt.
Aus den Optimierungsvorschlägen der Teilnehmenden sind bereits konkrete Ideen für die nächste Durchführung in einem halben Jahr entstanden. Darauf freut sich das Pädagogik-Team des Studienseminars bereits jetzt – denn Differenzierung bleibt ein zentrales Thema, das kontinuierlich weiterentwickelt werden will.
Am 27.01.2026 wurden am Studienseminar Nordhorn 38 neue Anwärterinnen und Anwärter feierlich vereidigt. Trotz widriger winterlicher Wetterverhältnisse haben alle Teilnehmenden den Weg nach Nordhorn in das Gemeindehaus am Markt unbeschadet geschafft, sodass die Einführungswoche planmäßig mit einem ersten Kennenlernen und der Vereidigung beginnen konnte.
Zu Beginn der beiden Präsenztage standen zunächst grundlegende formale Aspekte des Vorbereitungsdienstes im Mittelpunkt. Die Anwärterinnen und Anwärter setzten sich intensiv mit ihren Rechten und Pflichten auseinander und reflektierten im Rahmen der Sequenz „Ich als Lehrkraft“ ihre zukünftige Rolle und das Auftreten im Schulkontext. Unterstützend für den Start wurde mithilfe einer Checkliste ein Überblick über Aufgaben, Erwartungen und Beachtenswertes in den ersten Wochen des Vorbereitungsdienstes erarbeitet.
Am zweiten Tag erfolgte eine vertiefende Auseinandersetzung mit der APVO-Lehr als rahmengebende Rechtsgrundlage der folgenden 1,5 Jahre. Die dort formulierten Kompetenzen wurden als Basis des professionellen Lehrerhandelns in der Ausbildung thematisiert. Ergänzend dazu fand ein Austausch zur Artikulation von Unterricht statt, so dass auch der ersten Vernetzung der Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern Raum gegeben wurde. Am Nachmittag schloss sich eine erste praxisorientierte Sequenz zum Classroommanagement an.
Die Vielfalt der methodischen Herangehensweisen trug dazu bei, die inhaltlich dichten Tage kurzweilig und in angenehmer Atmosphäre zu gestalten. In einer abschließenden Reflexion wurde deutlich, dass auf viele der zu Beginn der Einführungsveranstaltung gewünschten Aspekte bereits eingegangen werden konnte.
In den folgenden Tagen wurden weitere Inhalte in Videokonferenzen vermittelt. Dabei standen organisatorische Abläufe, Rechts- und Verwaltungsvorschriften sowie die Grundsatzerlasse im Fokus. Darüber hinaus erhielten die Anwärterinnen und Anwärter Informationen zu möglichen Zusatz-qualifikationen, zu den Medienzentren sowie zu verschiedenen Verbänden und lernten die entsprechenden Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner kennen. Die Rückmeldungen zeigten, dass die unterschiedlichen Formate in Präsenz und als Videokonferenzen funktional und hilfreich waren und organisatorisch durchgängig als strukturiert und reibungslos wahrgenommen wurden.
Die anhaltend schwierigen Wetterbedingungen mit Schulausfällen und teilweise sehr glatten Straßen machten eine flexible Planung am letzten Tag der Einführungswoche erforderlich. Aufgrund der teils weiten Fahrtwege wurden das erste Pädagogikseminar sowie der Austausch mit dem Auszubildendenpersonalrat daher kurzfristig in Videokonferenzen durchgeführt.
Wir danken allen Beteiligten für ihre Flexibilität unter diesen besonderen Rahmenbedingungen und die gelungene Mitgestaltung der Einführungswoche.
Den neuen Anwärterinnen und Anwärtern wünschen wir einen erfolgreichen Start in ihren Vorbereitungsdienst.
In festlichem Rahmen wurden die Anwärterinnen und Anwärter des Studienseminars Nordhorn für Grund-, Haupt- und Realschulen am 27.01.2026 verabschiedet. Die vom Festausschuss des Studienseminars organisierte Veranstaltung fand an der Erna-de-Vries-Schule in Lathen statt und bot einen würdigen Abschluss des 18-monatigen Vorbereitungsdienstes in entspannter Atmosphäre, mit Glückwünschen, Rückblick und Ausblick.
Souverän und mit spürbarer Verbundenheit zur Prüfungsgruppe führten Herr Oldopp, Frau Hoegen und Frau Greshake durch das Programm.
Nach der Begrüßung der Gäste und einer inhaltlichen Einstimmung richtete Herr Haustein, Schulleiter der Erna-de-Vries-Schule, ein motivierendes Grußwort an die Absolventinnen und Absolventen. Er gratulierte zur bestandenen Prüfung und unterstrich die konstruktive Zusammenarbeit von Schule und Studienseminar im Rahmen der Ausbildung. Die neuen Lehrerinnen und Lehrer ermutigte er dazu, den Lehrberuf auch zukünftig mit Engagement und einer guten Portion Neugier auszuüben.
Ein Moment, der für ein erstes gemeinsames Innehalten sorgte, war die Bildpräsentation der Absolventinnen und Absolventen. Diese wurde spontan und gekonnt von Herrn Straukamp am Klavier begleitet.
Die geplanten musikalische Beiträge des Fachseminars Musik mit dem Song "The Climb" unter der Leitung von Frau Hirosawa-Blum und der Teilnehmenden der Zusatzqualifikation Musisch-kulturelle Bildung mit dem Song „Mensch“ sorgten zusätzlich für besondere Gänsehautmomente.
Weitere Glückwünsche folgten in der Rede der Seminarleitung des Studienseminars von Frau Dünhöft und Frau Drees, auch im Namen aller Pädagogik- und Fachseminarleitungen. Es wurden die Wünsche der Anwärterinnen und Anwärter aufgegriffen, die bereits in der Einführungsveranstaltung eineinhalb Jahre zuvor formuliert und dokumentiert worden waren. Rückblickend wurde deutlich, dass sich einige der Erwartungen und Wünsche erfüllt haben, aber dass auch neue Herausforderungen hinzugekommen sind. Zudem wurde dargestellt, wie die Absolventinnen und Absolventen mit verschiedenen Neuerungen im Studienseminar umgegangen sind und inwiefern gerade diese Anwärterinnen und Anwärter das Seminarleben durch ihr besonderes Engagement bereichert haben.
Die Rede der Auszubildenden selbst stellte den gemeinsamen Weg der Anwärterinnen und Anwärter während des Vorbereitungsdienstes und das Zusammenwachsen als Gruppe in den Mittelpunkt – vom einzelnen Individuum zu Beginn des Weges über erlebte Kollegialität in den Seminaren und Schulen und bis hin zu entstandenen Freundschaften. Besonders betont wurde dieses tragende Unterstützungsnetzwerk aus Seminar, Schule und vor allem auch privatem Umfeld. Ergänzt wurde der Beitrag durch eine lebendige Bildpräsentation, die nicht nur Erinnerungen weckte, sondern auch bislang ungeahnte Fähigkeiten einzelner Beteiligter offenbarte.
Den feierlichen Höhepunkt bildete schließlich die lang ersehnte Zeugnisübergabe. Die Pädagogik-seminarleitungen und die Seminarrektorin Frau Dünhöft überreichten den Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern ihr Abschlusszeugnis und eine Rose. „Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für Ihre Zukunft als Lehrerin und Lehrer!“
Im Anschluss lud ein Kuchen- und Getränkebuffet zum Verweilen ein. In entspannter Atmosphäre blieb Zeit für persönliche Glückwünsche und individuelle Gespräche. Dies war ein gelungener Abschluss eines prägenden Ausbildungsabschnitts – und ein Startpunkt für viele neue Wege im Schuldienst.
Ein besonderer Dank gilt allen Beteiligten für die gelungene Organisation und herzliche Gestaltung dieses besonderen Tages.
Nordhorn – Wie löscht man ein Feuer richtig? Welche Löschmittel sind bei welchem Brand geeignet? Und wie verhält man sich im Ernstfall richtig? Antworten auf diese Fragen erhielten angehende Lehrkräfte des Studienseminars Nordhorn aus den Fachseminaren Physik, Chemie und Hauswirtschaft am vergangenen Donnerstag. Sie trainierten bei einem praxisnahen Feuerlöschertraining auf der Feuerwache Süd der Freiwilligen Feuerwehr Nordhorn das Verhalten und den richtigen Umgang mit Feuerlöschern.
Unter der fachkundigen Anleitung von Feuerwehrmann Frank van de Kerkhof erlernten die Lehrerinnen und Lehrer im Vorbereitungsdienst sowohl die theoretischen Grundlagen des Brandschutzes als auch das praktische Vorgehen bei der Brandbekämpfung. Nach einer Einführung in die unterschiedlichen Feuerlöscherarten, deren Handhabung und taktischen Einsatz durften die Teilnehmenden selbst Hand anlegen. Mit großem Engagement und sichtbarer Begeisterung löschten sie Flammen am Feuerlöschtrainer.
„Für uns war es besonders wertvoll, die Theorie einmal praktisch erleben zu dürfen. Das stärkt nicht nur das eigene Sicherheitsbewusstsein, sondern vermittelt auch, wie wichtig Brandschutz in Schule und Alltag ist“, resümierte eine Teilnehmerin.
Auch die Seminarleitungen (Hr. Gellink, Fr. Kaminski und Fr. Küpker) zeigten sich beeindruckt: Das Training bot nicht nur wichtige fachliche Erkenntnisse, sondern auch einen großen Lerneffekt für die Unterrichtspraxis. Durch die Verknüpfung von Theorie und Praxis konnten die angehenden Lehrkräfte wertvolle Erfahrungen sammeln, die sie künftig an ihre Schülerinnen und Schüler weitergeben können und hoffentlich nie in einem realen Fall anwenden müssen. Und wenn, sind sie nun gut vorbereitet.
Das Studienseminar Nordhorn bedankt sich herzlich bei der Feuerwehr Nordhorn für die hervorragende Zusammenarbeit. Gemeinsam gelang es, Lernen mit praxisnaher Erfahrung zu verbinden – ein Gewinn für alle Beteiligten.
Am 09. September 2025 fand unsere Dienstbesprechung im Kolping-Bildungshaus Salzbergen statt – in einem Ambiente, das sich trotz eher grauen Wetters als ausgesprochen anregend erwies. Für viele war es außerdem eine neue Erfahrung: Statt wie in den letzten Jahren halbtägig, trafen wir uns diesmal zu einem vollen Arbeitstag – und stellten fest, dass dieses Format aus verschiedenen Blickwinkeln gewinnbringend ist.
Nach der Begrüßung und ersten Mitteilungen aus der Seminarleitung starteten wir mit den Ergebnissen der Gefährdungsbeurteilung und sammelten gemeinsam Schwerpunkte und mögliche Maßnahmen für die weitere Arbeit. Daran schloss sich die Überprüfung und Fortschreibung des Beratungsmodells nach Junghans an – ein Thema, das auch im kommenden Jahr für die Arbeit im Seminar prägend sein wird.
Der Nachmittag gehörte der Steuergruppe: In Gruppenarbeit überarbeiteten wir ausgewählte Aspekte der schriftlichen Unterrichtsvorbereitung. Dabei entstanden praxisnahe Ergebnisse, die die Steuergruppe in den nächsten Monaten weiterentwickeln wird.
Ein Höhepunkt war die gemeinsame Reflexion und Beschlussfassung des neuen GüdA-Formats. Nach konstruktiver Diskussion und einigen Anpassungen konnten wir es einstimmig verabschieden – ein deutliches Zeichen dafür, dass inhaltlich Konsens besteht. Anschließend nahmen wir uns noch den Abbau von Redundanzen in den Seminarplänen vor als Startschuss für einen längeren Prozess.
Die Rückmeldungen am Ende des Tages waren eindeutig: Ja, der Tag war lang – aber die Arbeit war bewältigbar, die Inhalte gut vorbereitet, die Ergebnisse überzeugend und die Atmosphäre angenehm.
Wir schauen auf eine gelungene ganztägige Dienstbesprechung, die nicht nur viele Themen erfolgreich vorangebracht, sondern uns auch als Kollegium enger zusammengeführt hat. Vielen Dank an alle Beteiligten!
36 neue Lehramtsanwärterinnen und -anwärter konnten am 07.08.2025 durch die Seminarrektorin Frau Dünhöft und die Seminarkonrektorin Frau Drees zum Start in den Vorbereitungsdienst begrüßt werden. Die offizielle Vereidigung bildete den Auftakt der Einführungswoche, die die Lehramtsanwärterinnen und -anwärter auf ihre neue Rolle und die Aufgaben in der Schule vorbereitet.
In diesem Sinne folgten am ersten Tag nach einigen Formalia ein Workshop zur Rolle und Haltung als Lehrkraft sowie die Bearbeitung einer Checkliste zur Orientierung in den ersten Wochen des Vorbereitungsdienstes. Den Abschluss des Tages bildete die Vorstellung der Gewerkschaften GEW, VNL und VBE durch ihre Vertreterinnen und Vertreter.
Viele inhaltliche Information zur Struktur des Vorbereitungsdienstes wurden auch am zweiten Tag weitergegeben. Nach den rechtlichen Grundlagen über Ziele, anzustrebenden Kompetenzen und den Prüfungsmodalitäten folgte eine Sequenz zur Unterrichtsplanung mit besonderem Fokus auf die Artikulation von Unterricht. Die übergreifenden Strukturen, in denen der Vorbereitungsdienst verortet ist, hat zum Ende des Tages die Dezernentin Frau Jäkel bei der Vorstellung des RLSB und den Möglichkeiten des Bildungsportals Niedersachsen transparent gemacht.
In diesen ersten zwei Tagen entwickelte sich unter allen Beteiligten ein reger Austausch in entspannter Atmosphäre und erste Kontakte wurden geknüpft.
Neben den genannten Workshops konnten die „Neuen“ in den darauffolgenden Tagen beim „Classroommanagement“ an ihre Kenntnisse aus der Universität anknüpfen, in die aktuellen Grundsatzerlasse hineinschnuppern, sich über die Möglichkeiten der Niedersächsischen Landesmedienanstalt und Zusatzqualifikationen informieren und ihre Pädagogikseminarleiter in einem einführenden Pädagogikseminar kennenlernen. Dass neben den ganzen Informationen auch genügend Raum für die Kommunikation untereinander gegeben wurde, machten positive Rückmeldungen in der Evaluation deutlich. Insbesondere wurde dabei der Austausch mit den Vertretern des Auszubildendenpersonalrates hervorgehoben.
Das vielfältige Einführungsprogramm mündete in einem gemeinsamen Grillen. Dies bot eine weitere wertvolle Gelegenheit, erste Kontakte zu vertiefen und in lockerer Umgebung Erfahrungen auszutauschen.
Wir wünschen allen einen guten Start in den Vorbereitungsdienst und bedanken uns bei allen Beteiligten, insbesondere bei dem Auszubildendenpersonalrat, für die gelungene Gestaltung der Einführungswoche!
Zum 01. August 2025 dürfen wir unsere neue Konrektorin im Amt begrüßen. Silvia Drees ist für alle aber kein unbekanntes Gesicht – bereits seit 2012 bereichert Sie unser Team, zunächst als Fachseminarleitung für Mathematik, dann als Pädagogikseminarleitung. Im Laufe des letzten Schuljahres hat Frau Drees das Leitungsteam sehr motiviert, engagiert und innovativ unterstützt. Zur Amtseinführung wurde sie durch unsere Seminarrektorin Frau Brigitte Dünhöft und die Vertretung des örtlichen Personalrats, Frau Karena Holz, herzlich begrüßt.
Wir wünschen Silvia Drees einen guten Start und viel Freude im neuen Aufgabenbereich!