In festlichem Rahmen wurden die Anwärterinnen und Anwärter des Studienseminars Nordhorn für Grund-, Haupt- und Realschulen am 27.01.2026 verabschiedet. Die vom Festausschuss des Studienseminars organisierte Veranstaltung fand an der Erna-de-Vries-Schule in Lathen statt und bot einen würdigen Abschluss des 18-monatigen Vorbereitungsdienstes in entspannter Atmosphäre, mit Glückwünschen, Rückblick und Ausblick.
Souverän und mit spürbarer Verbundenheit zur Prüfungsgruppe führten Herr Oldopp, Frau Hoegen und Frau Greshake durch das Programm.
Nach der Begrüßung der Gäste und einer inhaltlichen Einstimmung richtete Herr Haustein, Schulleiter der Erna-de-Vries-Schule, ein motivierendes Grußwort an die Absolventinnen und Absolventen. Er gratulierte zur bestandenen Prüfung und unterstrich die konstruktive Zusammenarbeit von Schule und Studienseminar im Rahmen der Ausbildung. Die neuen Lehrerinnen und Lehrer ermutigte er dazu, den Lehrberuf auch zukünftig mit Engagement und einer guten Portion Neugier auszuüben.
Ein Moment, der für ein erstes gemeinsames Innehalten sorgte, war die Bildpräsentation der Absolventinnen und Absolventen. Diese wurde spontan und gekonnt von Herrn Straukamp am Klavier begleitet.
Die geplanten musikalische Beiträge des Fachseminars Musik mit dem Song "The Climb" unter der Leitung von Frau Hirosawa-Blum und der Teilnehmenden der Zusatzqualifikation Musisch-kulturelle Bildung mit dem Song „Mensch“ sorgten zusätzlich für besondere Gänsehautmomente.
Weitere Glückwünsche folgten in der Rede der Seminarleitung des Studienseminars von Frau Dünhöft und Frau Drees, auch im Namen aller Pädagogik- und Fachseminarleitungen. Es wurden die Wünsche der Anwärterinnen und Anwärter aufgegriffen, die bereits in der Einführungsveranstaltung eineinhalb Jahre zuvor formuliert und dokumentiert worden waren. Rückblickend wurde deutlich, dass sich einige der Erwartungen und Wünsche erfüllt haben, aber dass auch neue Herausforderungen hinzugekommen sind. Zudem wurde dargestellt, wie die Absolventinnen und Absolventen mit verschiedenen Neuerungen im Studienseminar umgegangen sind und inwiefern gerade diese Anwärterinnen und Anwärter das Seminarleben durch ihr besonderes Engagement bereichert haben.
Die Rede der Auszubildenden selbst stellte den gemeinsamen Weg der Anwärterinnen und Anwärter während des Vorbereitungsdienstes und das Zusammenwachsen als Gruppe in den Mittelpunkt – vom einzelnen Individuum zu Beginn des Weges über erlebte Kollegialität in den Seminaren und Schulen und bis hin zu entstandenen Freundschaften. Besonders betont wurde dieses tragende Unterstützungsnetzwerk aus Seminar, Schule und vor allem auch privatem Umfeld. Ergänzt wurde der Beitrag durch eine lebendige Bildpräsentation, die nicht nur Erinnerungen weckte, sondern auch bislang ungeahnte Fähigkeiten einzelner Beteiligter offenbarte.
Den feierlichen Höhepunkt bildete schließlich die lang ersehnte Zeugnisübergabe. Die Pädagogik-seminarleitungen und die Seminarrektorin Frau Dünhöft überreichten den Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern ihr Abschlusszeugnis und eine Rose. „Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für Ihre Zukunft als Lehrerin und Lehrer!“
Im Anschluss lud ein Kuchen- und Getränkebuffet zum Verweilen ein. In entspannter Atmosphäre blieb Zeit für persönliche Glückwünsche und individuelle Gespräche. Dies war ein gelungener Abschluss eines prägenden Ausbildungsabschnitts – und ein Startpunkt für viele neue Wege im Schuldienst.
Ein besonderer Dank gilt allen Beteiligten für die gelungene Organisation und herzliche Gestaltung dieses besonderen Tages.
Nordhorn – Wie löscht man ein Feuer richtig? Welche Löschmittel sind bei welchem Brand geeignet? Und wie verhält man sich im Ernstfall richtig? Antworten auf diese Fragen erhielten angehende Lehrkräfte des Studienseminars Nordhorn aus den Fachseminaren Physik, Chemie und Hauswirtschaft am vergangenen Donnerstag. Sie trainierten bei einem praxisnahen Feuerlöschertraining auf der Feuerwache Süd der Freiwilligen Feuerwehr Nordhorn das Verhalten und den richtigen Umgang mit Feuerlöschern.
Unter der fachkundigen Anleitung von Feuerwehrmann Frank van de Kerkhof erlernten die Lehrerinnen und Lehrer im Vorbereitungsdienst sowohl die theoretischen Grundlagen des Brandschutzes als auch das praktische Vorgehen bei der Brandbekämpfung. Nach einer Einführung in die unterschiedlichen Feuerlöscherarten, deren Handhabung und taktischen Einsatz durften die Teilnehmenden selbst Hand anlegen. Mit großem Engagement und sichtbarer Begeisterung löschten sie Flammen am Feuerlöschtrainer.
„Für uns war es besonders wertvoll, die Theorie einmal praktisch erleben zu dürfen. Das stärkt nicht nur das eigene Sicherheitsbewusstsein, sondern vermittelt auch, wie wichtig Brandschutz in Schule und Alltag ist“, resümierte eine Teilnehmerin.
Auch die Seminarleitungen (Hr. Gellink, Fr. Kaminski und Fr. Küpker) zeigten sich beeindruckt: Das Training bot nicht nur wichtige fachliche Erkenntnisse, sondern auch einen großen Lerneffekt für die Unterrichtspraxis. Durch die Verknüpfung von Theorie und Praxis konnten die angehenden Lehrkräfte wertvolle Erfahrungen sammeln, die sie künftig an ihre Schülerinnen und Schüler weitergeben können und hoffentlich nie in einem realen Fall anwenden müssen. Und wenn, sind sie nun gut vorbereitet.
Das Studienseminar Nordhorn bedankt sich herzlich bei der Feuerwehr Nordhorn für die hervorragende Zusammenarbeit. Gemeinsam gelang es, Lernen mit praxisnaher Erfahrung zu verbinden – ein Gewinn für alle Beteiligten.
Am 09. September 2025 fand unsere Dienstbesprechung im Kolping-Bildungshaus Salzbergen statt – in einem Ambiente, das sich trotz eher grauen Wetters als ausgesprochen anregend erwies. Für viele war es außerdem eine neue Erfahrung: Statt wie in den letzten Jahren halbtägig, trafen wir uns diesmal zu einem vollen Arbeitstag – und stellten fest, dass dieses Format aus verschiedenen Blickwinkeln gewinnbringend ist.
Nach der Begrüßung und ersten Mitteilungen aus der Seminarleitung starteten wir mit den Ergebnissen der Gefährdungsbeurteilung und sammelten gemeinsam Schwerpunkte und mögliche Maßnahmen für die weitere Arbeit. Daran schloss sich die Überprüfung und Fortschreibung des Beratungsmodells nach Junghans an – ein Thema, das auch im kommenden Jahr für die Arbeit im Seminar prägend sein wird.
Der Nachmittag gehörte der Steuergruppe: In Gruppenarbeit überarbeiteten wir ausgewählte Aspekte der schriftlichen Unterrichtsvorbereitung. Dabei entstanden praxisnahe Ergebnisse, die die Steuergruppe in den nächsten Monaten weiterentwickeln wird.
Ein Höhepunkt war die gemeinsame Reflexion und Beschlussfassung des neuen GüdA-Formats. Nach konstruktiver Diskussion und einigen Anpassungen konnten wir es einstimmig verabschieden – ein deutliches Zeichen dafür, dass inhaltlich Konsens besteht. Anschließend nahmen wir uns noch den Abbau von Redundanzen in den Seminarplänen vor als Startschuss für einen längeren Prozess.
Die Rückmeldungen am Ende des Tages waren eindeutig: Ja, der Tag war lang – aber die Arbeit war bewältigbar, die Inhalte gut vorbereitet, die Ergebnisse überzeugend und die Atmosphäre angenehm.
Wir schauen auf eine gelungene ganztägige Dienstbesprechung, die nicht nur viele Themen erfolgreich vorangebracht, sondern uns auch als Kollegium enger zusammengeführt hat. Vielen Dank an alle Beteiligten!
36 neue Lehramtsanwärterinnen und -anwärter konnten am 07.08.2025 durch die Seminarrektorin Frau Dünhöft und die Seminarkonrektorin Frau Drees zum Start in den Vorbereitungsdienst begrüßt werden. Die offizielle Vereidigung bildete den Auftakt der Einführungswoche, die die Lehramtsanwärterinnen und -anwärter auf ihre neue Rolle und die Aufgaben in der Schule vorbereitet.
In diesem Sinne folgten am ersten Tag nach einigen Formalia ein Workshop zur Rolle und Haltung als Lehrkraft sowie die Bearbeitung einer Checkliste zur Orientierung in den ersten Wochen des Vorbereitungsdienstes. Den Abschluss des Tages bildete die Vorstellung der Gewerkschaften GEW, VNL und VBE durch ihre Vertreterinnen und Vertreter.
Viele inhaltliche Information zur Struktur des Vorbereitungsdienstes wurden auch am zweiten Tag weitergegeben. Nach den rechtlichen Grundlagen über Ziele, anzustrebenden Kompetenzen und den Prüfungsmodalitäten folgte eine Sequenz zur Unterrichtsplanung mit besonderem Fokus auf die Artikulation von Unterricht. Die übergreifenden Strukturen, in denen der Vorbereitungsdienst verortet ist, hat zum Ende des Tages die Dezernentin Frau Jäkel bei der Vorstellung des RLSB und den Möglichkeiten des Bildungsportals Niedersachsen transparent gemacht.
In diesen ersten zwei Tagen entwickelte sich unter allen Beteiligten ein reger Austausch in entspannter Atmosphäre und erste Kontakte wurden geknüpft.
Neben den genannten Workshops konnten die „Neuen“ in den darauffolgenden Tagen beim „Classroommanagement“ an ihre Kenntnisse aus der Universität anknüpfen, in die aktuellen Grundsatzerlasse hineinschnuppern, sich über die Möglichkeiten der Niedersächsischen Landesmedienanstalt und Zusatzqualifikationen informieren und ihre Pädagogikseminarleiter in einem einführenden Pädagogikseminar kennenlernen. Dass neben den ganzen Informationen auch genügend Raum für die Kommunikation untereinander gegeben wurde, machten positive Rückmeldungen in der Evaluation deutlich. Insbesondere wurde dabei der Austausch mit den Vertretern des Auszubildendenpersonalrates hervorgehoben.
Das vielfältige Einführungsprogramm mündete in einem gemeinsamen Grillen. Dies bot eine weitere wertvolle Gelegenheit, erste Kontakte zu vertiefen und in lockerer Umgebung Erfahrungen auszutauschen.
Wir wünschen allen einen guten Start in den Vorbereitungsdienst und bedanken uns bei allen Beteiligten, insbesondere bei dem Auszubildendenpersonalrat, für die gelungene Gestaltung der Einführungswoche!
Zum 01. August 2025 dürfen wir unsere neue Konrektorin im Amt begrüßen. Silvia Drees ist für alle aber kein unbekanntes Gesicht – bereits seit 2012 bereichert Sie unser Team, zunächst als Fachseminarleitung für Mathematik, dann als Pädagogikseminarleitung. Im Laufe des letzten Schuljahres hat Frau Drees das Leitungsteam sehr motiviert, engagiert und innovativ unterstützt. Zur Amtseinführung wurde sie durch unsere Seminarrektorin Frau Brigitte Dünhöft und die Vertretung des örtlichen Personalrats, Frau Karena Holz, herzlich begrüßt.
Wir wünschen Silvia Drees einen guten Start und viel Freude im neuen Aufgabenbereich!
Am 25.06.2025 fand in der Aula der Oberschule Twist die Verabschiedungsfeier der Lehramtsanwärter und Lehramtsanwärterinnen statt.
35 Lehrkräfte erhielten ihre Zeugnisse. Es war ein festlicher und freudiger Anlass, der die erfolgreiche Beendigung des Vorbereitungsdienstes würdigte. Frau Rolfes und Herr Reinhardt führten souverän durch das Programm.
Alle Gäste wurden durch Herrn Behnen, Schulleitung der Oberschule Twist, begrüßt. In seiner Ansprache gratulierte er allen Absolvierenden zu ihrer gelungenen Berufswahl und zu der erfolgreichen Prüfung. Herr Behnen wünschte ihnen für die Zukunft alles Gute und den Mut, ihre berufliche Laufbahn mit Offenheit und Neugier zu gestalten.
Nach der traditionellen Dia-Show, die alle Absolventen und Absolventinnen zeigte, begrüßte auch die Seminarrektorin Frau Dünhöft alle Gäste, insbesondere die Prüflinge. In ihrer Rede wurde deutlich, wie intensiv, vielfältig und auch herausfordernd die vergangenen 18 Monate für die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst waren. Die Seminarrektorin erinnerte an den gemeinsamen Start im Januar 2024 und zeichnete nach, wie aus „Anwärterinnen und Anwärtern“ Kolleginnen und Kollegen wurden – mit wachsender Verantwortung, wachsendem Können und ganz sicher wachsendem Durchhaltevermögen.
Sie hob hervor, welche Kompetenzen sich die angehenden Lehrkräfte im Schul- und Seminaralltag angeeignet haben: von der Unterrichtsplanung über die Zusammenarbeit mit Eltern und Kollegien bis hin zum souveränen Umgang mit den kleinen und großen Herausforderungen des Berufs. Dabei würdigte sie nicht nur fachliche Leistungen, sondern auch menschliche und kreative Beiträge – wie etwa die Initiative zur Einführung der Zusatzqualifikation „Musisch-Kulturelle Bildung“.
Mit klaren Worten ermutigte die Seminarrektorin die neuen Kolleginnen und Kollegen, auch künftig mit Offenheit, Neugier und Herzblut durch die Schultüren zu gehen und junge Menschen auf ihrem Bildungsweg zu begleiten.
Im Namen des Studienseminars wünscht Frau Dünhöft allen Absolventinnen und Absolventen alles Gute für die berufliche und private Zukunft.
Nach der Rede der Seminarrektorin Frau Dünhöft mit einzelnen Beiträgen der Pädagogikseminarleitungen, sorgten die Teilnehmerinnen der Zusatzqualifikation Musisch-Kulturelle Bildung für einen Gänsehautmoment. Unter der Leitung von Frau Hirosawa-Blum sangen sie das Lied „Menschen“ von Max Giesinger.
Ebenso richteten Frau Rolfes und Herr Reinhardt, stellvertretend für die gesamte Prüfungsgruppe, einige Worte an die Anwesenden.
Unter dem Motto „Wir haben es geschafft“ ließen sie die vergangenen 18 Monate Revue passieren.
Mit einem Augenzwinkern spannten sie den Bogen vom Studium – in dem es vor allem um die Theorie des Unterrichtens ging – hin zum Referendariat, in dem deutlich wurde, wie Unterricht im Schulalltag tatsächlich aussieht.
Frau Rolfes und Herr Reinhardt dankten der Seminarleitung sowie den Ausbilderinnen und Ausbildern, die jeden und jede Einzelne auf dem Weg begleitet und fachlich wie persönlich weitergebracht haben. Nun beginne ein neuer Abschnitt – mit einem reichen Gepäck an Erfahrungen, aber ohne doppelten Boden.
Ein großer Dank ging auch an die Familien, Freunde, Lebenspartner und an die Verwaltung des Studienseminars, die die Prüflinge während der Ausbildung tatkräftig unterstützt haben.
Das Musikseminar unter der Leitung von Frau Hirosawa-Blum sorgte für einen weiteren bewegenden Moment, der vielen lange im Gedächtnis bleiben wird. Gefühlvoll und mutig sangen zwei Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst das Lied „I follow“ von Loi und zeigten ihr musikalisches Können.
Die Zeugnisübergabe bildete den feierlichen Höhepunkt. Die Pädagogikseminarleitungen überreichten den Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern ihr Abschlusszeugnis: Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für Ihre Zukunft als Lehrer und Lehrerin.
Nach dem offiziellen Teil fand ein gemütlicher Ausklang mit Sekt, Selters, Kaffee und Kuchen statt. In entspannter Atmosphäre konnten alle Anwesenden noch einmal die Gelegenheit nutzen miteinander anzustoßen, persönliche Glückwünsche zu überbringen und sich auszutauschen.
Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten für die gelungene Organisation und Gestaltung dieses besonderen Tages.
Am 13. Mai 2025 fand eine Sitzung des Fachseminars Politik unter der Leitung von Herrn Rosen in der Gedenkstätte Esterwegen statt.
Außerschulische Lernorte sind nicht nur für die Fächer Geschichte und Erdkunde von großer Bedeutung, sondern auch für den Politikunterricht. Die Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer nutzten die Gelegenheit, die Gedenkstätte intensiv zu erkunden. Nach einer kurzen Führung erhielten alle die Möglichkeit, die Ausstellung und das Gelände eigenständig zu entdecken.
Die Gedenkstätte Esterwegen erinnert an die Opfer und Täter politischer Verfolgung in der NS-Zeit und bietet einen eindrucksvollen Ort der Auseinandersetzung mit Unrecht, Widerstand und den Grundwerten unserer Demokratie.
Im Fokus stand dabei die Frage, wie die Gedenkstätte zur Demokratiebildung im Politikunterricht beitragen kann. Die Teilnehmenden kamen zu dem Schluss, dass der Lernort insbesondere durch seinen emotionalen Zugang, das fragend-entdeckende Lernen und die Möglichkeit zur Originalbegegnung eine wertvolle Ergänzung für den Unterricht darstellt.
Zum Abschluss wurde im „Grünen Klassenzimmer“ der Gedenkstätte über Inhalte und konkrete Einsatzmöglichkeiten im schulischen Kontext diskutiert. Angesichts aktueller politischer Entwicklungen wird einmal mehr deutlich, wie wichtig es ist, Schülerinnen und Schüler frühzeitig zu einer aktiven und reflektierten Teilhabe am demokratischen Leben zu befähigen.
Am 26.03.2025 fand in der Ludwig-Povel-Schule in Nordhorn eine besondere Veranstaltung des Studienseminars für die Lehrämter Grundschule, Haupt- und Realschule statt. Im Mittelpunkt stand das Thema „Öffnung von Unterricht“ – ein zentrales Element für zeitgemäßes und schülerorientiertes Lehren und Lernen.
Erstmalig in diesem Format durchgeführt, erwies sich die Veranstaltung als voller Erfolg. Fünf Schulen aus der Region: Schulzentrum Lohne, Gesamtschule Emsland, Montessori Schule Nordhorn und Klausheide, Grundschule auf dem Süsteresch und Castellschule Lingen präsentierten ihre innovativen Konzepte zur Gestaltung geöffneten Unterrichts und luden die teilnehmenden Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst ein, diese praxisnah kennenzulernen und zu diskutieren.
Praxisnah und inspirierend: Das Konzept im Überblick
Das Modul verfolgt das Ziel, den Lehrkräften im Vorbereitungsdienst (LiVD) ein tieferes Verständnis für die Bedeutung und praktische Umsetzung von geöffnetem Unterricht zu vermitteln. Dabei standen drei Schwerpunkte im Fokus:
Ein Format, das bewegt: Schulpräsentationen und World-Café
Die Veranstaltung begann mit einer Begrüßung durch Frau Dünhöft, Seminarrektorin des Studienseminars Nordhorn und Herrn Andre Mülstegen, Oberschulrektor der Ludwig –Povel-Schule in Nordhorn und der Vorstellung des Ablaufs durch Frau Drees, Pädagogikseminarleiterin am Studienseminar Nordhorn.
Um schulische Bildung zeitgemäß umsetzen zu können bedarf es u.a. der Verankerung neuer Lernkulturen, eines veränderten Verständnisses der Lernbegleitung und der Öffnung von Schule nach außen - so der Tenor der einführenden Worte. Anschließend präsentierten die fünf Schulen in zwei Runden ihre Konzepte. Jede Schule hatte dabei einen eigenen Raum zur Verfügung, sodass die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst die Möglichkeit hatten, sich gezielt zwei Präsentationen auszusuchen und aktiv teilzunehmen.
Ein besonderes Highlight war der Austausch im World-Café. In entspannter Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen kamen die Teilnehmenden miteinander ins Gespräch, diskutierten über Chancen und Herausforderungen des geöffneten Unterrichts und pflegten wertvolle Kontakte. Ergänzt wurde der Austausch durch sogenannte Theorie-Praxis-Snacks – kompakte Inputs des Studienseminars, die angeleitet durch eine digitale Selbstlernplattform die theoretischen Hintergründe des Themas mit praktischen Beispielen, z.B. Videoausschnitten von Gewinnerschulen des Deutschen Schulpreises, vernetzten.
Ausblick: Hospitation und nachhaltige Verankerung
Die Veranstaltung endet nicht mit diesem Nachmittag: In einem zweiten Teil hospitieren die LiVD bis zum Ende des Halbjahres an einer der teilnehmenden Schulen. Dabei können sie den geöffneten Unterricht direkt im Schulalltag erleben und reflektieren, welche Ansätze sie in ihren eigenen Unterricht integrieren möchten.
Ein großer Dank gilt den beteiligten Schulen und allen Mitwirkenden, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank gilt der Ludwig-Povel-Schule in Nordhorn für das selbstverständliche Bereitstellen der Räumlichkeiten! Die begeisterten Rückmeldungen aller Beteiligten zeigen: Das Format ist eine Bereicherung für die Ausbildung angehender Lehrkräfte – und schreit nach einer Wiederholung!